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Geiseltalsee Deshalb gibt es 2017 keine weitere Freigabe

Merseburg -

Eine weitere Freigabe des Geiseltalsees, des größten künstlich geschaffenen Gewässers in Deutschland, ist 2017 nicht zu erwarten. Das schätzte Dietmar Onnasch, Abteilungsleiter Projektmanagement Sachsen-Anhalt beim Bergbausanierer LMBV, Mittwochabend bei einem Vortrag vor Studenten der Hochschule Merseburg zur Entwicklung des einstigen Tagebaurestlochs ein. Bisher kann etwa die Hälfte des bis 2011 mit Saalewasser gefluteten Sees im Bereich zwischen Mücheln und Frankleben zum Segeln, Baden und Tauchen genutzt werden.

 

 

Zwar seien die Untersuchungen zu Böschungsbewegungen seitens der LMBV im Oktober nach vier Jahren Dauer und teils 100 Meter tiefen Bohrungen abgeschlossen, so Dietmar Onnasch. Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass sich die Böschung bewege. Doch noch würden die Proben im Labor analysiert. Anschließend führe ein Gutachter dann anhand der gesammelten Daten Berechnungen durch.

Geiseltalsee: Mit positivem Gutachten könnte eine weitere Nutzungsfreigabe der Wasserfläche erfolgen

Mit einem positiven Gutachten könnte eine weitere Nutzungsfreigabe der Wasserfläche im nördlichen Teil des Sees erfolgen, wenn der Saalekreis zur Nutzung die Allgemeinverfügung erarbeitet und LMBV, Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, See-Anrainerkommunen und Naturschutzverbände zustimmen. 2018 sei seiner Meinung nach dafür realistisch, sagte Dietmar Onnasch.
Allerdings bedeute das nicht, dass gleichzeitig die Uferwege und Böschungen begehbar werden. Er rechne nicht damit, dass die Beendigung der Bergaufsicht in den nächsten zwei, drei Jahren erfolgt. Denn dafür  müsse die LMBV den Nachweis erbringen, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit besteht.

 

Vorher müssten aber erst die Teile der Böschungen zwischen Neubiendorf und Mücheln und zwischen dem Einlauf der Stöbnitz und dem Strand noch gesichert werden und Arbeiten an mehreren hundert Filterbrunnen, die zu Tagebau-Zeiten zur Absenkung des Grundwassers dienten, erfolgen. Sie seien mit Kies verfüllt worden. Das reiche nach neuesten Bestimmungen nach dem Unglück im ehemaligen Tagebau Nachterstedt 2009 mit drei Toten aber nicht mehr aus. Nun sei dafür Betonmasse nötig, auch an Brunnen, die heute in einem der Naturschutzgebiete am Seeufer stehen.  Nun arbeite die LMBV an einer Methode, wie das schonend passieren soll.

Im Geiseltal wurden 300 Jahre lang insgesamt 1,4 Milliarden Tonnen  Braunkohle gewonnen

Rückblick: Im Geiseltal wurden 300 Jahre lang insgesamt 1,4 Milliarden Tonnen  Braunkohle gewonnen. Es gab bis zu neun selbstständige Tagebaue, die nach und nach zu einem 2.000 Hektar großen Restloch zusammenwuchsen. Der letzte Kohlezug fuhr 1993. In dieser Zeit wurden 17 Dörfer weggebaggert und 12.500 Menschen umgesiedelt, das Flüsschen Geisel viermal neu verlegt und die seit 1886 bestehende Bahnstrecke Merseburg-Mücheln fünfmal umgebaut.

Die LMBV war seit 1992 für die Sanierung und für die 2003 begonnene Flutung  zuständig, bewegte dafür mehr als 60 Millionen Kubikmeter Abraum, baute 100 Kilometer Gleise ab, brach Gebäude ab, räumte Deponien, forstete eine Fläche von 700 Hektar auf und modellierte 41 Kilometer Uferfläche. (mz)

 

– Quelle: http://www.mz-web.de/25246902 ©2016

 

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