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Tourismus Darum ist der Saalekreis noch keine Marke

Merseburg/querfurt -

„Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, da hat Annett Kautz keine Zweifel, schließlich generiere der Fremdenverkehr schwer verlegbare Arbeitsplätze, Einkommen und letztlich auch Steuern. Seit anderthalb Jahren ist Kautz Sachbereichsleiterin für Tourismus und versucht, das Thema im Kreis zu forcieren - durch bessere Koordination zwischen den Gemeinden und touristischen Betrieben beispielsweise. Die Hauptaufgabe des Kreises sieht sie im „inneren Marketing“.

Wenn es jedoch um die Außendarstellung der hiesigen Attraktionen geht, also um die Vermarktung für Reiseanbieter und potenzielle Gäste, setzt der Saalekreis auf einen externen Partner: den Saale-Unstrut-Tourismus-Verein. Er hat seinen Sitz in Naumburg, vermarktet die gesamte Region und soll sie mit einheitlichem Design auf Flyern, Messen, Websites präsentieren, um Gäste und damit letztlich auch Geld zu locken.

„Der Saalekreis ist als Begriff im touristischen Bereich nicht vorhanden“

Diese Strategie habe einen einfachen Grund erklärt Kautz’ Vorgesetzter Christian Linke: „Der Saalekreis ist als Begriff im touristischen Bereich nicht vorhanden. Er ist eine politische Einheit, aber kein touristisches Ziel.“ Deshalb sei eine eigene Vermarktung als Kreis aussichtslos.

 

Rückzug ein Trend?: Touristen meiden Saalekreis

Doch auch nach acht Jahren im Tourismusverband konstatiert Linke: „Wir müssen dort jeden Tag um Wahrnehmung kämpfen.“ Woran liegt das? Hat der Saalekreis trotz Geiseltalsee, Petersberg und Schloss Merseburg touristisch zu wenig zu bieten? Der Sachgebietsleiter Tourismus im Kreis sieht zwei Gründe. Zum einen die Geschichte: Der Saale-Unstrut-Tourismus-Verein ist im Burgenlandkreis entstanden, die dortige Weinregion spielt deshalb noch immer eine große Rolle.

Tourismus: Mangelnde Angebote aus dem Saalekreis

Zum anderen liege es aber auch an mangelnden Angeboten aus dem Kreis: „Wir können nicht nur hiersitzen und meckern. Wir müssen selbst etwas liefern, was sie auch vermarkten können.“ Als fiktives Beispiel nennt der Manager die Filmburg, etwa ein Paket „Drei Tage Querfurt“.

Doch dafür müssten entsprechende Angebote im Kreis erstmal gebündelt werden, um auch drei Tage füllen zu können. Dazu bedürfte es einer engen Kooperation der Touristikakteure, doch daran scheint es trotz der mit Amtsantritt von Annett Kautz gestarteten Netzwerktreffen noch zu hapern. So berichtet Linke, dass Dinge, von denen man ausgehen könnte, dass sie schon längst geschehen, wie etwa der regelmäßige Austausch von Flyern zwischen den Touristinformationen der einzelnen Gemeinden, noch nicht funktionieren.

Saale-Unstrut-Tourismus-Verein in Sachen Saalekreis noch mit Nachholbedarf

Auch beim Saale-Unstrut-Tourismus-Verein räumt man in Sachen Saalekreis noch Nachholbedarf ein. Ein intensiver Austausch bestehe durch Kautz und Linke erst seit zwei Jahren, erklärt Geschäftsführerin Antje Peiser. Es sei ein Entwicklungsprozess, der Zeit brauche. Und der unterschiedlich schnell verläuft. So sieht Peiser auch aufgrund der Entfernungen den südlichen Saalekreis mit Bad Lauchstädt oder Merseburg schon deutlich stärker integriert als den nördlichen, der oft auch über weniger touristische Infrastruktur verfüge. Dabei würden etwa Wettin oder Landsberg auch in thematische Arbeitsgruppen des Vereins, wie etwa Mittelalter, passen.

Die erst seit wenigen Tagen im Amt befindliche Geschäftsführerin verspricht, den Saalekreis künftig stärker einbinden zu wollen. „Dafür müssen aber auch die Anbieter aktiv werden und unsere Angebote stärker wahrnehmen.“ Auch wenn kleineren Gemeinden Investitionen in Tourismus finanziell schwer fallen. Vielleicht hilft bei der Integration ja auch, dass der Saale-Unstrut-Tourismus bald selbst ein Buchungsportal für die Region anbieten und als Reiseveranstalter auftreten will. Dann könnte er Pakete, wie von Linke vorgeschlagen, auch selbst schnüren – und das nicht nur mit Wein und Himmelsscheibe. (mz)

 

– Quelle: http://www.mz-web.de/26887984 ©2017

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